Vorteile beim Anbau mit Hydro:

  • Bessere Nährstoffkontrolle.
  • Pflanzen werden größer und kräftiger.
  • Die Gesundheit der Wurzel lässt sich problemlos überwachen.
  • Nährstoff und Wasser sparend.
  • Einheitliche Qualität und Geschmack.

Nachteile beim Anbau mit Hydro:

  • Höhere Anschaffungskosten als beim Anbau auf Erde.
  • Hohe Gefahr der Überdüngung. (Ein kleiner Fehler kann bereits die gesamte Ernte gefährden).
  • Temperatur, pH-Wert und EC-Wert müssen ständig überprüft werden.
  • Einheitlicher Geschmack.

Hydrokultur ist eine Methode zur Pflanzenproduktion, bei der die Pflanzen nicht im Erdreich wurzeln, sondern in wassergefüllten Behältern. Ein Hydro-Grow kann sowohl mit unterschiedlichen Medien (Seramis, Coco usw.) als auch mit verschiedenen Bewässerungssystemen durchgeführt werden. Einen kurzen Überblick einiger dieser Anbausysteme haben wir hier zusammengestellt.

Kein Fehler wird verziehen

da es sich bei Hydrokultur um ein künstliches Medium handelt, welches selbst keine Nährmittel enthält, bezieht die Pflanze sämtliche Stoffe aus dem Gießwasser. Um auf Hydrokultur einen erfolgreichen Grow zu erzielen, ist ein gewisses Maß an Erfahrung sowohl mit der Pflanzenart als auch mit dem Umgang spezieller Düngemitteln und Messgeräten zwingend erforderlich. Das Medium reguliert sich nicht von selbst. PH, EC-Wert und Temperatur müssen daher permanent überwacht und durch Zugabe der entsprechenden Nährlösung im Gießwasser manuell reguliert werden. Da die Wurzel in diesem System jede zugeführte Nährlösung zu 100 % und direkt aufnimmt, können bereits wenige Tropfen die Pflanze extrem schädigen. Oftmals kann sich die Pflanze dann nicht mehr erholen und der gesamte Grow ist gefährdet.

Welches Medium für den Hydroanbau

Ein hydroponischer Anbau ist mit unterschiedlichen Medien möglich, die sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen. So sollte je nach Projekt und Anforderung individuell entscheiden werden, welches Medium bzw. System sich für den Anwender am besten eignet. Auf einige dieser Medien gehen wir in gesonderten Kapiteln dieses Guides noch genauer ein.

  • Steinwolle - ist das am häufigsten genutzte Medium in Verbindung mit einem hydroponischem Anbau. Es ist steril und verfügt über eine ausgezeichnete Wasser- und Luftdurchlässigkeit. Überwässerungen steckt Steinwolle besser weg und es ist einfach in der Handhabung.
  • Tonkugeln (Blähton)
  • Kokossubstrat

Bewässerungssysteme

Ebbe-Flut-System

Die Pflanzen stehen in wasserdichten Wannen, die mittels Pumpen bewässert werden. Durch die Flutung der Wannen wird der für die Photosynthese benötigte Stoffwechselprodukt Kohlenstoffdioxid nach oben gedrückt. Die Nährstoffaufnahme der Pflanze wird durch das Absinken des Wassers in der Wanne zusätzlich gesteigert. Die Wasserpumpen können hierbei mittels Zeitschaltuhr betrieben werden. Hat der Wasserspiegel das Überlaufrohr erreicht, fließt die restliche Nährlösung zurück ins Reservoir.

Aeroponik

Hierbei wird die Nährlösung mittels Hochdruckdüsen oder Sprinklern in der Luft vernebelt. Diese Methode eignet sich besonders gut für die Stecklingsvermehrung, da die Wurzel stärker wächst als die Grünpflanze. Die mittels Sprühaufsätze entstehende Nährstoffwolke umhüllt das Wurzelsystem permanent mit Feuchtigkeit und der notwendigen Nahrung. Überschüssiges Wasser sammelt sich am Boden und fließt zurück ins Reservoir.

Nutrient Film Technique (NFT)

Die Wurzeln der Pflanzen liegen teils in der Nährlösung, teils oberhalb im luftgefüllten Bereich eines Kanals bzw. einer Röhre, die in einem leichten Gefälle verlegt wurde und durch welche die Pflanze gezogen wird. Ernte und Umtopfen wird dadurch vereinfacht dafür muss die größe des Kanals dem Wurzelwachstum angepasst werden, um Verstopfungen zu vermeiden.

Deep Water Culture (DWC)

Bei dieser Anbauform schwimmt die Pflanze in einer gut belüfteten Nährlösung mit Hilfe von mit Substrat gefüllten Netztöpfen, die in gelochte Styroporplatten gesteckt und in das Becken mit der Nährlösung gelegt werden. Bei unzureichender Sauerstoffzufuhr sterben die Pflanzen schnell ab, daher muss für eine dauerhafte Belüftung gesorgt werden.

AutoPot-Systeme

sind automatische Bewässerungssysteme, die einfach zu bedienen sind. Das System regelt automatisch den Bedarf an Wasser und Nährstoffe und erfordert weder Timer noch Strom oder Pumpen. AutoPot-Systeme können von verschiedenen Herstellern bezogen werden und ersparen aufwendige Installationen und Wartungen.

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